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Bauernregeln, haben zwar nix mit Nordic Walking, Schwimmen, Skifahren usw. zu tun, aber dafür sagen sie was über´s Wetter aus -und das betrifft uns auch !

 

Januar

'Wenn zu Antoni (17. Januar) die Luft ist klar, gibt es ein trockenes Jahr' - Tatsächlich erstaunlich: Ist zwischen dem 14. und 20. Januar die Sonnenscheindauer überdurchschnittlich hoch, dann fällt zu 70 % das Jahr insgesamt zu trocken aus!

'Friert es auf Vigilius (31. Januar), im Märzen Kälte kommen muß.' - Auch diese Regel lässt sich bestätigen, denn zu 65 % treten im März mehr Frosttage auf, wenn es Ende Januar zu kalt ist.

 

Februar

"Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis."

"Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche, bleibt er 4 Wochen noch im Loche."

Diese Regeln werden durch die langjährigen Wetteraufzeichnungen tatsächlich bestätigt. Wenn es in der ersten Februarwoche sonniger als normal ist, wird es mit über 70% Wahrscheinlichkeit mehr Frosttage als üblich im Februar und März geben. Der Grund ist die Erhaltungsneigung des Wetters. Bestimmt ein Hochdruckgebiet das Wetter Anfang Februar, bringt es einen klaren Himmel mit viel Sonnenschein. Oftmals bleibt das Hochdruckwetter dann auch über ein paar Wochen bestehen. Allerdings kühlt sich die Erde in den Nächten bei wolkenfreiem Himmel stärker ab, als die Februar-Sonne sie am Tag aufheizen kann. Die Temperaturen sinken kontinuierlich.


Liegt die Katz` im Freien, wird sie im März vor Kälte schreien.

Wenn es im Februar nicht schneit , dann schneit es zur Osterzeit.

Tummeln sich die Krähen im Februar noch, bleibt noch erhalten des Winters Joch.

Wenn sie vom Felde verschwinden, wird sich bald Wärme finden.

 

März

Felix und Petrus (21./22.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han." und

"Wie es Petrus und Matthias (22./23.) macht, so bleibt es noch 40 Nacht."

Auch diese Regeln lassen sich gut bestätigen. Regnet es zwischen dem 21 und 23. nicht, dann bleibt es in den meisten Fällen auch die folgenden 3-4 Wochen zu trocken. Auch die Temperaturen verhalten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich. Ist es zu kalt, dann bleibt die Kälte mit 70-75 % Wahrscheinlichkeit

Märzenschnee tut den Saaten weh.

Fühlt der März sich trocken an , bringt er Brot für Jedermann.

Ein feuchter ,fauler März ist des BAUERN Schmerz.

Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (um den 21.) ,ist es den ganzen Sommer.

Wie es im März regnet, wird es im Juni wieder regnen.

'Hält St. Ruprecht (28. März) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein.' - Erstaunlich aber wahr: Ist es um den 28. März herum wirklich sonnig, so wird der Juli mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit heiter und schön! Ist es aber trübe, dann wird es zu 60 Prozent auch im Juli trübe sein.

 

April

Ist der April zu schön, kann im Mai der Schnee noch wehn.

„Wie’s im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr."

Eine Regel, die im direkten Widerspruch zur vorigen steht. Und tatsächlich ist an ihr auch etwas dran. Denn in zwei von drei Fällen folgt einem warmen April/Mai wirklich ein insgesamt warmer Sommer. Ein zu kaltes Frühjahr dagegen sorgt auch für einen zu kalten Sommer.

„Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8. April), ein dürrer Sommer folgen mag."

Auf den ersten Blick widerspricht das natürlich widerum der „April und Maien"-Regel, doch so einfach ist es nicht. Denn wenn man nur den Zeitraum um den 8. April betrachtet und in dieser Zeit sehr viel Regen fällt, dann kann man wirklich mit einer Wahrscheinlichkeit von immerhin 60 - 70 Prozent einen zu trockenen Sommer erwarten.

 

Mai

„Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei"
Eine Regel, die für uns in Deutschland fast immer und zu jeder Jahreszeit gültig ist, da eine Luftströmung aus dem Norden meist trockene Luftmassen zu uns führt. Die Besonderheit im Mai, die wahrscheinlich auch zur Entstehung dieser Regel geführt hat: Erstmals können sich zu dieser Jahreszeit die ersten Hochdruckgebiete tagelang halten und so auch die Windrichtung für längere Zeit bestimmen. Die Temperaturen steigen dann auf 15 - 20 Grad, nachts kühlt es sich aber auf 0 - 5 Grad ab und es friert häufig leicht.

 

Walkst Du bei Regen im Mai-

ist schon der April vorbei !!!

 

„St. Urban (25.) gibt der Kälte den Rest, wenn Servatius noch was übrig läßt."
Vor allem für Bauern war und ist diese Weisheit eine einfache Faustregel, bis zu welchem Zeitpunkt noch mit Nachtfrösten gerechnet werden muss. Denn laut Statistik treten sie ab Ende Mai nur noch ganz selten bei Kaltlufteinbrüchen in ungünstigen Lagen auf.

 

Juni

Wie's Wetter zu Metardi (8. Juni) fällt, es bis zum Monatsende hält.'

Es klingt fast zu einfach und doch trifft diese Regel ganz gut: Fällt im Zeitraum um den 8. Juni häufig Regen, so gibt es mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent auch in den Folgetagen bis Ende Juni viele Regenfälle. Ist es allerdings trocken, so lässt sich keine Prognose treffen.

„Der Wind dreht sich um St. Veith (15. Juni), da legt sich das Laub auf die andere Seit.' und „St. Veith bringt Regen mit.'

Ende Mai und Anfang Juni bestimmen häufig stabile Hochdruckgebiete das Wetter, so dass in diesem Zeitraum die Tage mit der geringsten Regenwahrscheinlichkeit des Jahres liegen. Mitte Juni erreichen dann meist wieder die ersten Tiefausläufer Deutschland, es regnet häufig und der Wind wechselt öfter die Richtung, bringt also auch kalte Luftmassen nach Deutschland. Eingebürgert hat sich hierfür der Begriff 'Schafskälte'.

„Regnet es am Siebenschläfertag (27. Juni), es noch 7 Wochen regnen mag.'

„Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.'

Die sehr eingängige Siebenschläferregel ist auch heute noch eine der bekanntesten Bauernregeln. Und tatsächlich fällt das Wetter der folgenden sieben Wochen in fast zwei von drei Fällen (63 Prozent) ähnlich aus wie Ende Juni, Anfang Juli. In diesem Zeitraum stabilisiert sich die Wetterlage über Europa. Dann entscheidet sich, ob unser Sommerwetter vorwiegend durch warme südliche oder kalte nördliche Luftströmungen beeinflußt wird. Der „Tag der Entscheidung' hat sich jedoch durch die gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582 verschoben, der Siebenschläfertag müsste heute eigentlich auf den 7. Juli fallen. Richtet man die Langfristprognose nach diesem Zeitraum, erhöht sich die Treffergenauigkeit sogar auf über 70 Prozent!

 

Juli

„Fällt Regen am Heimsuchungstag (2.Juli), 4 Wochen lang er währen mag."

„Wie’s Wetter an St. Margaret (13.Juli), dasselbe noch vier Wochen steht."

„Sind um Jakobi (25.7.) die Tage warm, gibt’s im Winter viel Kälte und Harm." - „Genauso wie der Juli war, wird nächstes Mal der Januar."

 

August

Wie sich an Bartholomäus (24.8.) das Wetter verhält, so ist es auch im Herbst bestellt.'“

Ist es Ende August besonders warm, ist meist auch der Herbst recht mild. Immerhin zu 65 % stimmt diese Regel. Besonders Oktober und November fallen dann zu warm aus, der September ist meist nur durchschnittlich warm.

 

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